Tage der Schulverpflegung in Bayern ein voller Erfolg

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Tage der Schulverpflegung in Bayern ein voller Erfolg

Schulverpflegung bietet die Chance, eine gesunde, vielfältige und nachhaltige Ernährung für die Schüler und Schülerinnen erlebbar zu machen. Passend hierzu standen die Tage der Schulverpflegung vom 16. bis 20.10.2017 unter dem Motto „Vielfalt schmecken und entdecken“. Bayernweit haben mehr als 70 Schulen an der Aktionswoche der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung teilgenommen.

Die Fünftklässler sind begeistert vom Aktionstag an ihrer Schule in Zirndorf, Foto: KErn

Was macht ein vielfältiges und zugleich gesundes Schulessen aus? Wo kommt unser Essen her? Was wünschen sich Schülerinnen und Schüler für ihre Mittagspause? An den Tagen der Schulverpflegung setzten sich Kinder und Jugendliche kreativ mit ihrer Schulverpflegung auseinander. „Die Resonanz in diesem Jahr war groß. Mehr als 70 bayerische Schulen haben sich an den Tagen der Schulverpflegung beteiligt. Nahezu alle Schulformen waren mit ganz unterschiedlichen Aktionen vertreten. Die Vielfalt unserer Nahrung kann auf verschiedenste Weise entdeckt werden. Ob Regionalität, Zubereitungsmethoden oder die kulinarische Reise in andere Länder – die Themen waren breit gefächert“, erklärt Ann-Katrin Hillenbrand von der Fachstelle Kita- und Schulverpflegung am Kompetenzzentrum für Ernährung.

Mahlzeiten sind Lernorte

Wie und was Kinder und Jugendliche in der Schulmensa essen, bestimmt auch das Werteempfinden für Nahrung. „Nicht nur das Angebot ist entscheidend, sondern auch die Rahmenbedingungen. Dazu gehört ausreichend Zeit zum Essen genauso wie die Atmosphäre in der Mensa. Mit den Bayerischen Leitlinien Schulverpflegung stellt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Philosophie von gutem Schulessen dar. Neben den Aspekten Gesundheit, Nachhaltigkeit und Ökonomie wird hier auch der Wertschätzung ein großer Stellenwert beigemessen“, so Hillenbrand. Schulverpflegung ist viel mehr als die Nahrungsaufnahme in einer hektischen Pause. Mensa und Schulmahlzeiten sind eng mit schulischer Gesundheitsförderung verknüpft. Eindrücklich zeigen die Aktionen im Rahmen der Tage der Schulverpflegung, dass Mensa und Schulmahlzeiten Lernanlässe bieten, die fächerübergreifend thematisiert werden können. Die Entwicklung eines Fragebogens zur Schülerzufriedenheit im Deutschunterricht, neue Dekoration für die schuleigene Mensa im Kunst-Unterricht sowie besondere Koch-Wettbewerbe im Fach Haushalt und Ernährung – das Thema bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Lehrpläne aller Schularten.

Außerdem ist Schulessen Übungsfeld für Esskultur. Im Rahmen des Mittagsessens werden Sozial- und Alltagskompetenzen gefestigt. Dazu gehören zum Beispiel Tischmanieren oder der achtsame Umgang mit Lebensmitteln. Um dies zu vermitteln, hat sich die Mittelschule Zirndorf etwas Besonderes einfallen lassen: Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse haben ihren jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern Tipps rund um das Verhalten bei Tisch gegeben. Wie sieht eine perfekte Menükarte aus? Wie wird der Tisch richtig eingedeckt? Was verbirgt sich hinter der Bestecksprache? Welche Regeln sollten bei der Tischdekoration berücksichtigt werden? Auf diese Fragen fanden Fünft- und Sechstklässler bei ihren älteren Mitschülern Antworten, bevor das Wissen ganz praktisch in der Mensa beim gemeinsamen Essen umgesetzt wurde. Der Tag war ein voller Erfolg bei allen Beteiligten. So wundert es auch nicht, dass das Urteil zum Schluss eindeutig ist: „Eine Eins mit Sternchen“, vergeben die Schülerinnen und Schüler an die Zehntklässler.